GIRLS are STRONG

Am 8. März war Weltfrauentag! Natürlich sollten wir nicht nur an einem Tag im Jahr Frauen würdigen, sondern eigentlich das ganze Jahr über.

Anlässlich dazu gab es in unserer Vorlesung Diversität und Gender eine kleine „Ausstellung“. Jeder und jede von uns SozialarbeitsstudentInnen sollte etwas zu dem Thema Feminismus mitbringen, egal ob es ein Zeitungsartikel, Buch, Youtube Link oder ähnliches ist. Hauptsache es passt zum Thema. Danach sind wir in unsere Kleingruppen zusammen gegangen und haben alles so aufbereitet damit man alles wie in einem Museum betrachten kann.


Ich habe auch einiges fotografiert und finde, dass dabei richtig tolle Beiträge zusammen gekommen sind. Das Thema Feminismus ist natürlich auch für die Soziale Arbeit wichtig, mich bewegt dieses Thema aber auch persönlich sehr. Gerade als so viele verschiedenen Informationsquellen aufeinander trafen wurde klar, es ist schon einiges passiert aber noch lange nicht genug! Passend dazu möchte ich ein Zitat von Christine Nöstlinger (österreichische Autorin und überzeugte Feministin) einfügen:

„Ich höre jetzt seit zwanzig Jahren jeden Frauentag dasselbe und es hat sich nichts verändert. Ich höre, dass der Unterschied in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen 21 Prozent ist. Ich höre, dass es nach Abrechnung der Teilzeitarbeit immer noch 17 Prozent ist. Dass wir damit an vorletzter oder drittletzter Stelle in der EU vor Estland und sonst irgendwem liegen. Was haben wir denn gekriegt? Ein Binnen-I haben wir gekriegt. Das ist für mich ein bissl wenig.“

Vor allem im Thema Gleichberechtigung müssen wir Östereicher*innen noch einiges lernen. Es ist natürlich toll, dass Frauen um einiges mehr an Rechten haben als wie vor hundert Jahren. Allerdings ist es eine Unverschämtheit dass Frauen immer noch um mehr als 20% weniger als Männer verdienen und das obwohl sie dieselbe Leistung erbringen als ihre männliche Kollegen. Genauso wie Rollenbilder in unserer Gesellschaft immer noch tief verankert und meistens veraltet sind. Denn warum müssen immer nur Frauen den Haushalt und die Kindesversorgung übernehmen? Gibt es denn keine Väter die auch ihre Kinder versorgen wollen und dabei auch ab und zu mal den Geschirrspüler ausräumen können? Warum greift ein Mann so selten zum Putzfetzen?

Natürlich ist das was ich schreibe zum Teil auch etwas übertrieben. Aber es kann nur dann eine Veränderung stattfinden, wenn wir an uns selbst arbeiten und dabei auch unser engeres Umfeld beeinflussen können. Deshalb möchte ich diesen Eintrag auch mit dem Gedicht von Norbert van Tiggelen abschließen (auch wenn mir der Vergleich zwischen Frau und Pferd nicht wirklich gefällt).

Heute werden sie bejubelt,
unsere Frauen überall.
Sie sind meistens, sind wir ehrlich,
unser bestes Pferd im Stall.

Sie bemühen sich tagtäglich,
standhaft und auch unbeirrt;
sind als Mutter, Frau und Freundin
oftmals auch ein Seelenhirt.

Unentwegt sind sie für uns da,
konsequent und ohne Klag‘.
Darum, Männer ehrt sie nicht nur
heute am Weltfrauentag!

Asante sana, Laura!


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